Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017: Die Windparks Söhrewald/Niestetal, Rohrberg und Stiftswald speisen direkt ins Kasseler Netz ein und versorgen über 70.000 Haushalte. Im Bild eine Anlage des Windparks Rohrberg. (Bild Städtische Werke AG)

26.11.2018

Erfolgsmodel Wind: nordhessische Windparks übertreffen Erwartungen

Strom für 70.000 Haushalte

Kassel, 26. November 2018. Die Windparks Söhrewald/Niestetal, Rohrberg und Stiftswald haben im vergangenen Jahr 2017 die Erwartungen bei der Windausbeute und bei der Gewinnausschüttung übertroffen. Die drei Windparks haben dabei knapp 180 Millionen Kilowattstunden (kWh) erzeugt und damit 122.500 Tonnen CO2-Emisssionen vermieden. Der Strom wurde vollständig in das Kasseler Verteilnetz eingespeist. Rechnerisch wurden damit 71.500 Haushalte mit einem jährlichen Strombedarf von je 2.500 kWh versorgt. 


Die drei Betreibergesellschaften waren mit dem wirtschaftlichen Ergebnis sehr zufrieden. Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, die die Windparks geplant, projektiert und gebaut haben und sie jetzt technisch betreiben, berichtete: „In Summe zahlen die drei Windparkgesellschaften knapp 3,6 Millionen Euro an die Gesellschafter aus, also die SUN-Stadtwerke, nordhessische Gemeinden, vor allem aber Bürgerenergiegenossenschaften. Hinzu kommen Gewerbesteuern an die Kommunen Kaufungen, Helsa, Hessisch Lichtenau, Söhrewald, Niestetal und Kassel von voraussichtlich rund 700.000 Euro. 70 Prozent fließen an die Standortgemeinden der Anlagen, 30 Prozent an die Stadt Kassel als Sitz der Gesellschaften. Die Gewinne und die Gewerbesteuern verbleiben also fast vollständig in Nordhessen und erhöhen die regionale Wertschöpfung spürbar.“


Markus Jungermann, einer der beiden Geschäftsführer der Windenergie-Verwaltungsgesellschaft der Städtischen Werke, erläutert die Vorteile für Bürger und Standortkommunen: „Nicht nur die Mitglieder der Bürgerenergiegenossenschaften profitieren von den Gewinnen der Windparks, sondern auch alle Bürger der Standortkommunen. Denn diese erhalten Gewerbesteuern. Sie helfen, wichtige Aufgaben in der Kommune zu finanzieren.“


Lars Rotzsche, zweiter Geschäftsführer der Windpark-Verwaltungsgesellschaft, ist mit dem Betrieb der Anlagen zufrieden: „Auch aus technischer Sicht war das Betriebsjahr 2017 zufriedenstellend. Die Anlagen hatten keine relevanten Schäden oder Ausfälle und eine technische Verfügbarkeit von 97 bis 99 Prozent.“ Die zum Windpark gehörende Freiflächen-Photovoltaikanlage Sandershäuser Berg mit Ost-West-Ausrichtung erzeugte 622.000 kWh. Geplant waren 600.000 kWh.


Das Windjahr 2017 war leicht unterdurchschnittlich. Dennoch lagen die Erträge über den Planwerten. „Denn wir kalkulieren grundsätzlich konservativ und mit ausreichenden Sicherheitsabschlägen. So reduzieren wir Risiken und erbringen bisher die prognostizierten Erträge“, erläutert Jungermann.


Die Windparks Söhrewald/Niestetal, Rohrberg und Stiftswald wurden von den Städtischen Werken geplant, projektiert und gebaut. Der Kasseler Energieversorger hält rund ein Viertel Prozent der Anteile an den Windgesellschaften. Der überwiegende Teil wurde an regionale Akteure abgegeben. Anteilseigner sind die Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, DEiN Niestetal, KaufungerWald, Wolfhagen, Werra-Meißner und Waldhessen, die Gemeinde Fuldabrück, die Gemeindewerke Lohfelden, die Gemeinde Kaufungen, die Stadtwerke der SUN Partner Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Witzenhausen, die Kommunalwerke Region Kassel GmbH & Co. KG sowie die Thüga Erneuerbare Energien.