Windpark Söhrewald / Niestetal

Eine ganze Region steht zur Energiewende und zur Windkraft: nordhessische Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke und eine Kommune haben Anteile am ersten Windpark der Städtischen Werke aus Kassel erworben. (Bild: Michael Wiedemann, Rechte: Städtische Werke AG)

08.12.2014

Die ganze Region steht zur Windkraft

Anteilsübertragung an Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke und Kommune

Kassel, 18. Dezember 2014. Der Windpark Söhrewald/Niestetal ist noch kommunaler und bürgernäher geworden. Am 18. Dezember 2014 hat die Städtische Werke AG, die die sieben Anlagen des Windparks projektiert und gebaut hatte, Anteile im Wert von knapp sieben Millionen Euro an weitere Anteilseigener übertragen. Neue Gesellschafter sind die drei Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, Niestetal und Kaufungen, die Partnerstadtwerke aus der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) Eschwege, Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf sowie die Gemeinde Lohfelden.

 

Der Vorstandsvorsitzende der Städtische Werke AG Andreas Helbig betonte, dass es von Anfang an geplant war, bis zu 74,9 Prozent der Anteile an der Windparkgesellschaft abzugeben. „Wir wollten die Bürger und möglichst viele Akteure aus ganz Nordhessen mit ins Boot holen. Das ist uns nun gemeinschaftlich eindrucksvoll gelungen. Der Windpark ist Ausdruck einer großen, starken und selbstbewussten Region. Es ziehen viele regionale Partner an einem Strang. Darauf sind wir stolz.“

 

Helbig freut sich, dass der Windpark nicht nur durch seine breite Verankerung in Nordhessen ein Erfolg ist. Auch sein Windertrag liege genau im Planungsrahmen. „Die sieben Anlagen haben von Dezember 2013 beziehungsweise Februar 2014 bis 31. November 2014 knapp 40 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produziert. Damit versorgen wir rechnerisch 16.000 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh. Auf das Jahr gerechnet kommen wir auf 17.000 Haushalte.“

 

Die Städtischen Werke planen weitere Windparks in der Region Nordhessen und auch bei diesen Projekten sollen Bürgerenergiegenossenschaften, kommunale Energieversorger und Kommunen sich beteiligen können. „Jeder Windpark erhält eine eigene Gesellschaft. Je spezifischer diese Gesellschaft ausgerichtet ist, desto flexibler können wir sie auf die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort anpassen. So können wir jeweils eine ganz individuelle und passende Beteiligungsstruktur entwickeln. Für die Akteure vor Ort, die Miteigentümer an den Anlagen werden sollen.“